[Aus Grossmutters Zeiten] Amberstar | ![Zum Anfang der Seite springen](images/goup.gif) |
Amberstar - der erste Teil der Bernsteintrilogie. Vor über tausend Jahren wurde ein Mensch eins mit einem Fürsten der Hölle - und nannte sich Gott. Lord Tarbos, Gott des Chaos, wahnsinnig vor Macht, wurde zur Bedrohung für das ganze Land Lyramion. Niemand konnte ihm widerstehen, bis im letzten Moment die zwölf besten Magier ihre Kräfte vereinten, um ihn auf Lyramions dritten Mond zu verbannen. Doch nun droht Tarbos´ Schatten wieder auf das Land zu fallen. Marmion, vollendeter Schwarzmagier, will den Chaosgott aus seinem Gefängnis befreien und hat das langwierige Ritual schon begonnen. Niemand außer Ihnen ahnt die Gefahr...
Was bisher geschah
Vor langer Zeit gab es einen Kampf zwischen dem Dämonenlord "Thornahuun" und dem besten Schüler der 12 weisen Magier, "Tar". Tar war vom Ehrgeiz besessen, die Mächte der Finsternis zu beherrschen und nach dem unerlaubten Studium der Geheimwissenschaften schließlich den Meister der Hölle persönlich zu bezwingen. Seine eigene Herkunft blieb ihm bis zu diesem Zeitpunkt verschlossen. Erst als er mit Thornahuun auf seiner Reise in die Abgründe der Hölle konfrontiert wurde, erkannte er, dass kein anderer als dieser selbst sein Vater war. Hass und Wut kochten in ihm auf und es entbrannte ein Kampf zwischen den Kontrahenten, der jedoch letztlich keinen klaren Sieger zurückließ. Thornahuun gelang es nämlich, den Geist von Tar zu unterdrücken und die menschliche Gestalt seines Sohnes zu missbrauchen, um das Werk des Bösen im Lande "Lyramion" zu vollenden ! Als "Tarbos", Gott des Chaos, begann er von nun an damit, ganze Armeen im Lande zu vernichten und aus den Gefallenen eigene Heere untoter Krieger zu erschaffen. Der König des Landes, seine Tochter und die 12 letzten Magier setzten nun alles daran, Tarbos in einer entscheidenden Schlacht auf der Burg Godsbane zu stellen. Brennglas für ihre Zauberkraft war der "Amberstar", eine Glaslinse mit ungeheurer Macht. Dieser Amberstar war es auch, der Tarbos auf seinem Siegeszug letztlich stoppte. Der Stern bohrte sich in Tarbos´ Fleisch und verbannte ihn auf den dritten Mond Lyramions. Die Legionen der Untoten zerfielen augenblicklich zu Staub und Tarbos kurze Schreckensherrschaft war zu Ende.
Die Burg Godsbane wurde mit dem Amberstar versiegelt und dieser schließlich bewußt in dreizehn Teile zerbrochen. Die 12 Strahlen des Sterns fielen in die Hände der 12 Zauberer und die runde Linse wurde fortan von "Mylneh", der Königstochter bewacht. Alle Bestandteile wurden voneinander getrennt und an geheimgehaltenen Orten versteckt. Die Gilde der Paladine wurde vom König selbst ins Leben gerufen und ihr Anführer, "Lord Marillion" bewachte für immer mit seinen Mannen die Burg Godsbane, um zu verhindern, dass jemand das Siegel dort aufbrechen könnte um Tarbos aus seiner Verbannung zu befreien. Doch genau dies geschah ! Der Bruder des Dämonenlords Thornahuun, "Bralkur" hatte seit der Verbannung desselben einen finsteren Plan geschmiedet, um diesen wieder zu befreien. Dazu bediente er sich eines anderen menschlichen Wesens, nämlich des Ritters "Marmion". Auch er schlüpfte - wie bereits zuvor sein Bruder bei Tar - in den Körper dieses Kriegers und schaffte es tatsächlich, Lord Marillion und seine Paladine zu besiegen und das starke Siegel Godsbanes zu zerbrechen. So verschaffte er sich Zutritt in die alte Burg und begann nun damit, die Vorbereitungen zur Befreiung seines Bruders einzuleiten ! An dieser Stelle beginnt das Abenteuer für den Spieler bei "Amberstar" und die Hauptaufgabe besteht darin, Bralkur von seinem finsteren Plan abzubringen.
Dazu benötigt die Party (bestehend aus maximal sechs furchtlosen Abenteurern) jedoch erst einmal die 13 Teile des Amberstars. Zahlreiche Wanderungen und Gespräche im Lande Lyramions sind nötig, um an die geheimen Informationen zu kommen, wo sich die 12 Teile des Sterns und die geheimnisvolle Linse befinden ! Nach dieser wirklich stimmungsvollen Einleitung komme ich nun zur Präsentation der Story auf unserem Rechner:
Nachdem die drei Spieldisks fertig kopiert sind, kann es auch schon losgehen, und zu Beginn des Ladevorgangs kann man der ausgezeichneten Titelmelodie lauschen. Diese ist von ´Meister´ Jochen Hippel komponiert worden und gehört mit zum Besten, was bislang auf dem AMIGA bei Spielprogrammen dieser Art zu hören ist. Wer diese stimmungsvolle Titelmusik ausblendet und sie sich nicht komplett anhört, hat selber Schuld ! Das Spiel beginnt für unseren Helden in der Stadt "Twinlake", etwa dem Zentrum des Landes. Dort beginnt er sein Abenteuer am Grab seiner Eltern, die auch Opfer der zuvor geschilderten Story waren. Zu Beginn ist er allein und die fünf möglichen Begleiter muss er sich später noch suchen. In Twinlake gibt es jedoch schon die ersten "Teilaufgaben" zu lösen: So bittet ihn ein Wirt darum, doch mal in seinen Weinkeller zu gehen, um dort einen merkwürdigen Unhold zu bezwingen, der dort seit geraumer Zeit sein Unwesen treibt. Eine Frau vermisst ihren Kater "Felix" und bittet darum diesen zu suchen und auf dem Friedhof soll es um Mitternacht spuken ! Langeweile ist also bei "Amberstar" ein Fremdwort und man ist ständig dabei, die kleinen Aufgaben der Bewohner in Lyramion zu erfüllen, um so an wichtige Belohnungen oder Informationen zu gelangen, die für das Erreichen des Hauptziels im Spiel von wesentlicher Bedeutung sind ! Technisch sieht das Ganze folgendermaßen aus:
Am oberen Bildschirmrand befinden sich die Portraits der sechs Charaktere. Durch das Drücken auf eines dieser Bilder mit der rechten Maustaste gelangt man in das Spielfigurenmenue. Hier erfährt man alles Wissenswerte über die Fähigkeiten, Ausrüstungsgegenstände und den Allgemeinzustand des Abenteurers. Alle geliebten und auch aus anderen Rollenspielen bekannten Daten sind prinzipiell auch bei "Amberstar" vertreten. Beispielsweise gibt es grundsätzlich diverse Fähigkeiten, die einem Partymitglied zur Verfügung stehen. Beim "Erschaffen" des Anführers zu Beginn des Spiels sind diese Fähigkeiten recht spärlich und noch wenig ausgeprägt. Im Laufe der Zeit (Klettern der Erfahrungsstufen) kann man aber diverse Punkte auf diese Fähigkeiten verteilen und so immer mächtigere Spielfiguren erschaffen. Diese Art des Rollenspiels ist wie ich finde ausgezeichnet gelungen und bietet dem Spieler ein Höchstmaß an Freiheit, wie er seine Abenteurer "weiterbilden" will. Die Grafik bei Amberstar ist sehr detailliert und vielschichtig:
Sie wechselt zwischen 2-D und 3-D Perspektive, was einen besonderen Reiz ausmacht ! Es gibt Orte (zu Beginn z.B. der Friedhof oder das Gasthaus), da sieht man die Spielfiguren in einer schmucken Draufsicht durch äußerst detailliert gezeichnete und in Teilen auch hübsch animierte Gebäude oder Örtlichkeiten wandern oder man bewegt die Spielfiguren in einer 3-D Ansicht (wie schon bei "Bard´s Tale") durch Städte und Dungeons. Verläßt man eine Stadt und begibt sich in die Außenwelt, schaltet die Grafik wieder in eine 2-D Aufsicht um. Die Steuerung erfolgt über die Maus oder die Tastatur und ist sehr komfortabel. Während des Spiels kann man die Hintergrundmusik wahlweise zu- oder abschalten. Diese ist übrigens wie bereits die Titelmelodie sehr schön und atmosphärisch. Das Programm bietet unterm Strich alles, was man von einem überdurchschnittlich guten "Fantasy-Rollenspiel" erwartet.
Hier die wesentlichen Features in Stichworten: Ausgefeiltes Dialogsystem (durch das Anklicken vorhandener Stichworte oder das Eintippen neuer Begriffe ist eine Kommunikation mit den Bewohnern des Landes problemlos möglich), prima gelöstes Kampfsystem (Gegner erscheinen animiert auf einem großen, in 3-D Perspektive dargestellten Sichtfenster. Der taktische Kampfablauf kann zusätzlich über ein gesondertes "Rasterfeld" in 2-D beobachtet und gesteuert werden), komfortable Steuerung mit der Maus oder der Tastatur, zahlreiche Nebenaufträge für die Abenteurergruppe, die an keiner Stelle Langeweile aufkommen lassen, viele Ortschaften (Dungeons, Tempel, Dörfer u.a.) sind im Spiel aufzusuchen, durchgängig sehr gute Grafik im gesamten Spielablauf, rund 90 Zaubersprüche in einem durchdachten Magiesystem und nicht zuletzt ein automatischer Kartenzeichner.
Und ein paar Screenies!!
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In Memory of Engine...Helden vergisst man doch Legenden sterben nie! ![](images/smilies/frown.gif)
"In Morrowind musste man den Spaß suchen, in Oblivion bekommt man ihn serviert!" ![](images/smilies/wink.gif)
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